HAUS, KEIN HAUS // Festival TANZ NRW

 

Our everyday life is increasingly defined by mobility. We are constantly in motion: HAUS, KEIN HAUS frames an interdisciplinary encounter between choreographer Antje Velsinger, visual artist Janina Arendt, sound artist Katharina Kellermann and the performer Maya Weinberg. Together, they raise questions about the idea of finding somewhere to stay in a world that is so restless and unsettled at the moment. Even though the piece is not illustrating the subject, it definitely opens up very concrete political questions: who has the right to stay – and who is forced to move? Who has the right to enter the HAUS, which has become a choreographic movement machine rather than a stable place. Movement and standstill are no longer contradictory terms. The different media trigger each other and add concrete associations while the two dancers negotiate their relation to movement, sound and space. All co-players are steadily set in motion by each other, transforming the space into a room to negotiate and communicate.

NEUES IM JANUAR

LET'S FACE IT!

Rückblick Konferenz: Im November war unser Graduiertenkolleg Gastgeber der internationalen Konferenz „Performing Citizenship – on bodies & materials, agencies & spaces, limitations & interventions“. Zusammen mit Kerstin Evert, Liz Rech und Kai van Eikels war ich Teil des Panels „Bodies of Citizenship“, das sich mit der Frage auseinandergesetzt hat, wie man mithilfe des Körpers und performativer Strategien in soziale und politische Prozesse eingreifen kann. Eine Buchveröffentlichung folgt!

Neue Produktion: „LET’S FACE IT!“ – wir werden überwacht. Doch wie gehen wir mit der alltäglichen Beobachtung durch Videokameras oder Gesichtserkennungssoftware um? Brauchen wir einen Körper ohne Gesicht – oder vielleicht viele Gesichter ohne identifizierbaren Körper? Das Tanzsolo „LET’S FACE IT!“ in Zusammenarbeit mit der portugiesischen Performerin Vania Rovisco und der Berliner Künstlerin Sophie Aigner greift diese aktuellen Fragen auf und entwirft einen utopischen Körper, der kein Gesicht und doch wieder sehr viele Gesichter besitzt – und dadurch eine eindeutige Identität verweigert. Hierbei spielt „LET’S FACE IT!“ mit verschiedenen Perspektiven auf das menschliche Gesicht und lässt interessante Momente des Wechselspiels entstehen zwischen Identifikation und Entfremdung, zwischen Subjekt und Objekt, zwischen ein Gesicht haben und kein Gesicht haben. Premiere am 3. & 4. Februar 2017, 20h in der Tanzfaktur Köln.

Choreographische Dialoge/ PACT Zollverein: Ab Mitte Februar starte ich dann im Rahmen der choreographischen Dialoge auf PACT Zollverein ein neues Kapitel meiner künstlerischen Forschung zum Thema Strategien der Körperaneignung. Diesmal geht es nicht darum, eigene Strategien zu entwickeln, sondern um die sagenumwobene Hollywood-Schauspiel-Methode „Method Acting“. Vom 17.-19. Februar wird dazu ein Workshop mit der Expertin Lena Lessing stattfinden. Ich freue mich sehr auf den Austausch!

NEWS IM JUNI

Foto: Margaux Weiß

Foto: Margaux Weiß

RÜCKBLICK AUF EINEN UTOPISCHEN FRÜHLING: Im Rahmen meines Forschungsprojektes THE BODIES WE ARE im Graduiertenkolleg „Performing Citizenship“ beschäftige ich mich seit längerem mit der Frage nach einer zeitgenössischen Perspektive auf utopische Körper. Wie kann ein Körper zu einem utopischen Handlungsraum werden? Von Februar bis April habe ich die Künstlerinnen Vania Rovisco, Juli Reinartz, Johanna Roggan & Sophie Aigner eingeladen, mit mir zusammen bei PACT Zollverein und K3 | Tanzplan Hamburg zu diesem Thema zu experimentieren und zu spekulieren. Wie lässt sich unser heutiges verhandelbares und multiples Körperkonzept dazu nutzen, fremde Körper anzueignen, die andere Aktions- und Imaginationsräume öffnen? Aus den Rechercheergebnissen entstand ein interessantes Bühnenformat, das am 19. April bei K3 auf Kampnagel Premiere feierte.

TANZKONGRESS HANNOVER: Im Rahmen des Tanzkongresses werde ich mit den Choreographinnen Jenny Beyer und Lea Moro das Konzept der Aneignung von Körpern diskutieren und in diesem Zusammenhang ebenfalls Einblicke in die choreographische Recherche von THE BODIES WE ARE geben. Hierzu lade ich Sie und Euch herzlich ein.

THE BODIES WE ARE_TANZKONGRESS: Fr 17. Juni, 16:45h – 18:15h // Oper – Probebühne 2

AUSBLICK HERBST: In Zusammenarbeit mit der Performerin Vania Rovisco werde ich ab Herbst an meiner neuen Produktion „the wonderful piece“ arbeiten, welche sich mit der Thematik des Gesichts und der Maske auseinandersetzen wird. Aber dazu mehr im nächsten Newsletter.

KONFERENZ: Außerdem organisieren wir im Rahmen des Kollegs „Performing Citizenship“ eine internationale Konferenz, die vom 2.- 4. November 2016 in Hamburg stattfinden wird. Hierbei wird es unter anderem um „bodies of citizenship & bodily practices“ und um „speculative citizenship (including the non-human)“ gehen. Also save the date!

Artist in residence // PACT Zollverein // 9.-29. Februar 2016

The bodies we are 2„The bodies we are“

Ausgangspunkt ist folgende These: Jede Person besitzt nicht nur einen Körper, sondern eine Vielzahl von verschiedenen Körpern. Man kann den Körper daher auch als Container, Rahmen oder Leerstelle verstehen, der oder die mit verschiedenen Entwürfen gefüllt wird. Je nachdem, wie wir den Körper imaginieren und mit welchem (Denk-)System wir ihn konfrontieren, entsteht ein anderer Körper. Jeder Körper ist mit einem Archiv verbunden, in dem verschiedenste Erinnerungen, Bilder, Sinneswahrnehmungen, Emotionen und Praktiken gespeichert sind.

Wenn es nicht den „einen“ Körper gibt, sondern der Körper stets neu in Relation zu etwas entsteht, ist „Körper“ ein offener Prozess, der immer wieder verhandelt werden kann. Wie viele Körper sind wir? Welchen Körpern fühlen wir uns nah, welche produzieren Distanz? Liegt vielleicht in dieser Offenheit und Vielheit von Körper ein zeitgenössischer Entwurf für einen utopischen Körper?

An der Recherche beteiligte Künstlerinnen: Sophie Aigner, Juli Reinartz, Johanna Roggan, Vania Rovisco

Juli - Full Beauty

Juli – Full Beauty

Der Frühling ist aufregend!

Liebe Performance – und TanzfreundInnen!

Der Frühling ist aufregend! Im März feierte meine Produktion HAUS, KEIN HAUS eine tolle Premiere bei K3 auf Kampnagel. Sowohl beim Publikum als auch bei der Presse („Poetische Bilder, die die Fantasie beflügeln“ … „Elegant und rätselhaft“) hatte HAUS, KEIN HAUS großen Erfolg. Direkt im Anschluss ging es dann weiter zum Gastspiel bei unserem Koproduzenten Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt. HAUS, KEIN HAUS ist das Ergebnis meiner 8-monatigen Recherche bei K3 | Tanzplan Hamburg und entstand in Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Janina Arendt, der Soundkünstlerin Katharina Kellermann und der Performerin Maya Weinberg. Am 6. & 7. Juni ist HAUS, KEIN HAUS in der Wachsfabrik in Köln zu sehen!

Sommer und Aufführungen in NRW: Nach den Aufführungen von HAUS, KEIN HAUS am 6. & 7. Juni in Köln geht es weiter mit einer ganz besonderen Freude: Meine Produktion „you are here“ ist am 17.6. im Rahmen des Tanzsolofestivals in meiner Geburtsstadt Bonn zu sehen. Am 11. & 12. Juli findet dann im Kunstmuseum Bonn von 12 bis 18 Uhr die Performance „Verhaltet Euch Ruhig“ von Sebastian Blasius statt, in der ich als Performerin mitwirke. Ich würde mich sehr freuen, Sie und Euch im Sommer zu sehen!

Künstlerische Forschung: Seit Januar bin ich als Choreographin für die nächsten drei Jahre Mitglied im Graduiertenkolleg „Performing Citizenship“ an der HCU Hamburg und forsche in diesem Rahmen zum utopischen Potential von Körpertechniken, die mit Imagination arbeiten. Seit April unterrichte ich zusätzlich als Lehrbeauftragte für künstlerische Forschung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, was mir großen Spaß macht.

HAUS/ Skizze

Aufführungen: 5. und 6. Dezember um jeweils 20 Uhr
bei Barnes Crossing in Köln

Mit „HAUS/ Skizze“ gibt die Choreographin Antje Velsinger Einblick in die Ergebnisse der ersten Phase ihrer achtmonatigen Residenz am K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg. Im Rahmen der Residenz untersucht sie das Verhältnis von Bewegung und Stillstand in einer Gegenwart, in der Mobilität wesentliches Ziel und Ideal der Gesellschaft zu sein scheint. Was setzt uns heute in Bewegung? Wann bewegen wir etwas – wann werden wir bewegt? In welchen Formen ist das Bleiben heute noch relevant?

Im Anschluss an die szenischen Entwürfe findet jeweils ein Publikumsgespräch statt, in dem die Künstlerinnen den Arbeitsprozess öffnen.

http://www.barnescrossing.de/programm/einzelansicht/article/05-061214-haus-skizze-von-antje-velsinger.html

Tickets: 10 € / ermäßigt 6 €

Kartenreservierung, Tel.: 02236-963588

Künstlerische Forschung: Antje Velsinger, Janina Arendt & Katharina Kellermann // Choreographie und Tanz: Antje Velsinger // Sound: Katharina Kellermann // Bühne und Installation: Janina Arendt // Licht: Wolfgang Pütz // Dramaturgie: Igor Dobricic & Matthias Quabbe

Eine Produktion von: K3 | Tanzplan Hamburg und Antje Velsinger
Koproduktion: Künstlerhaus Mousonturm

Gefördert durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW; NRW Landesbüro freie Kultur; Kulturamt der Stadt Köln; Hamburgische Kulturstiftung

HAUS, KEIN HAUS

Von August 2014 bis März 2015 werde ich im Rahmen des Residenzprogramms am K3 | Tanzplan Hamburg auf Kampnagel an meinem Rechercheprojekt HAUS, KEIN HAUS arbeiten. HAUS, KEIN HAUS untersucht das Verhältnis von Bewegung und Stillstand in einer Gegenwart, in der Mobilität zum wesentlichen Ziel und Ideal unserer Gesellschaft geworden ist. Wie lässt sich in diesem Zusammenhang das Bleiben denken – in welchen Formen ist es heute überhaupt noch relevant?