Archiv der Kategorie: Allgemein

Antje Velsinger & Team // BODIES OF CAPITALISM: acquired taste

Video-Still aus „Self-Storage“ von Antje Velsinger & Team // Video: Ale Bachlechner

Am 04. Dezember 2022 laden Antje Velsinger & Team zu einem Menü mit drei Gängen ins Gewächshaus ein. Auf der Karte stehen künstlerische Positionen, die sich mit unseren Handlungsspielräumen als Körper im Kapitalismus beschäftigen und konzeptuelle Speisen von effizient bis maßlos. Das Publikum ist eingeladen in Tischgesprächen die servierten Themen gemeinsam zu verdauen. 

Menü

Erster Gang : effizient

Omega 3, komplexe Kohlenhydrate und H2O

Die Videoarbeit „Feel What You’re Feeling“ von Ale Bachlechner und dem Künstler*innenduo Artmann&Duvoisin untersucht einverleibte kapitalistische Glaubenssätze und wie man sich von ihnen trennen kann. 

Zweiter Gang – maßlos

süß. sauer, umami 

Die Kuratorin Lucie Tuma berichtet von „Playbor“ der Verschmelzung von Arbeit und Spiel und all dem was passiert, wenn man ausruht, lacht, liebt und nicht arbeitet. Expertise dazu kommt direkt aus dem Labor: der Protozone 7 in der Shedhalle Zürich. 

Dritter Gang – nachhaltig

Hochwertiges Eiweiß

Antje Velsinger & Team versammeln in ihrer Video- und Sound-Installation „Self-Storage“ körperliche Extreme zwischen Hochleistung und Erschöpfung, Wachstum und Rückzug. In einem Labyrinth aus Fluren und Lagerhallen suchen diese Körper nach einem Ort zum Bleiben. Wurden sie aussortiert oder finden sie Zuflucht?

Um Anmeldung wird gebeten unter: bodiesofcapitalism@gmail.com

Bezahlung über Paypal: bodiesofcapitalism@gmail.com

Credits: Künstlerische Leitung/ Choreographie: Antje Velsinger, Dramaturgie: Heike Bröckerhoff, Video: Ale Bachlechner, Sound: Julia Krause, Licht: Dennis Nähr, Produktionsleitung: Christina Giessmann

Gefördert durch: Unterstützt durch Bureau RITTER / TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz. 

CALL FOR VIDEO-ARTISTS!

Antje Velsinger & Team sucht für zwei kommende Projekte eine:n Video-Künstler:in mit starkem Interesse an bewegten Körpern, fiktiven Räumen, Choreographie, sowie multimedialen Bühnenproduktionen und installativen Formaten.

Projekt // REFORM_BODIES OF CAPITALISM – performative Sound- und Videoinstallation in Kooperation mit dem Gewächshaus – Raum für kulturelles Wachstum, Hamburg. Arbeitsumfang flexibel gestaltbar, ca. 3-4 Wochen im Zeitraum September-November 2022

Projekt // THEIR FUTURE – multimediales Bühnenstück in Koproduktion mit dem Tanzhaus NRW. Premiere September 2023. Arbeitsumfang 2 Monate im Zeitraum März – September 2023. Proben in NRW und Hamburg.

Bewerbungsfrist: 29.Juli 2022

Auch Bewerbungen für nur eines der Projekte sind möglich. 

Bewerbungen an: antjevelsinger @ yahoo.com

Die interdisziplinären Tanz-Produktionen von Antje Velsinger & Team widmen sich aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Ihre Produktionen basieren auf ausführlichen Recherchen, in denen sie Begegnungen mit Akteur:innen aus anderen Feldern suchen. Velsinger und ihr Team sprechen mit Eltern und Kindern über den Umgang mit der Klimakrise, interviewen Hochleistungssportler:innen zu ihren körperlichen Erfahrungen innerhalb des neoliberalen Leistungssystems oder initiieren Austausche mit jenen Menschen, deren Körper aus diesem Leistungssystem herausfallen, wie etwa Senior:innen. Die Bühnenproduktionen machen diese Erfahrungen auf poetische Weise spürbar. Sie entwerfen temporäre Escape-Strategien und fiktive Rückzugsorte und erproben alternative Umgangsformen mit den Herausforderungen unserer Zeit.

HAUS, KEIN HAUS // Festival TANZ NRW

Our everyday life is increasingly defined by mobility. We are constantly in motion: HAUS, KEIN HAUS frames an interdisciplinary encounter between choreographer Antje Velsinger, visual artist Janina Arendt, sound artist Katharina Kellermann and the performer Maya Weinberg. Together, they raise questions about the idea of finding somewhere to stay in a world that is so restless and unsettled at the moment. Even though the piece is not illustrating the subject, it definitely opens up very concrete political questions: who has the right to stay – and who is forced to move? Who has the right to enter the HAUS, which has become a choreographic movement machine rather than a stable place. Movement and standstill are no longer contradictory terms. The different media trigger each other and add concrete associations while the two dancers negotiate their relation to movement, sound and space. All co-players are steadily set in motion by each other, transforming the space into a room to negotiate and communicate.

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Neues im Januar

Rückblick Konferenz: Im November war unser Graduiertenkolleg Gastgeber der internationalen Konferenz „Performing Citizenship – on bodies & materials, agencies & spaces, limitations & interventions“. Zusammen mit Kerstin Evert, Liz Rech und Kai van Eikels war ich Teil des Panels „Bodies of Citizenship“, das sich mit der Frage auseinandergesetzt hat, wie man mithilfe des Körpers und performativer Strategien in soziale und politische Prozesse eingreifen kann. Eine Buchveröffentlichung folgt!

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News im Juni

RÜCKBLICK AUF EINEN UTOPISCHEN FRÜHLING

Im Rahmen meines Forschungsprojektes THE BODIES WE ARE im Graduiertenkolleg „Performing Citizenship“ beschäftige ich mich seit längerem mit der Frage nach einer zeitgenössischen Perspektive auf utopische Körper. Wie kann ein Körper zu einem utopischen Handlungsraum werden? Von Februar bis April habe ich die Künstlerinnen Vania Rovisco, Juli Reinartz, Johanna Roggan & Sophie Aigner eingeladen, mit mir zusammen bei PACT Zollverein und K3 | Tanzplan Hamburg zu diesem Thema zu experimentieren und zu spekulieren. Wie lässt sich unser heutiges verhandelbares und multiples Körperkonzept dazu nutzen, fremde Körper anzueignen, die andere Aktions- und Imaginationsräume öffnen? Aus den Rechercheergebnissen entstand ein interessantes Bühnenformat, das am 19. April bei K3 auf Kampnagel Premiere feierte.

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Artist in residence // PACT Zollverein // 9.-29. Februar 2016

„The bodies we are“

Ausgangspunkt ist folgende These: Jede Person besitzt nicht nur einen Körper, sondern eine Vielzahl von verschiedenen Körpern. Man kann den Körper daher auch als Container, Rahmen oder Leerstelle verstehen, der oder die mit verschiedenen Entwürfen gefüllt wird. Je nachdem, wie wir den Körper imaginieren und mit welchem (Denk-)System wir ihn konfrontieren, entsteht ein anderer Körper. Jeder Körper ist mit einem Archiv verbunden, in dem verschiedenste Erinnerungen, Bilder, Sinneswahrnehmungen, Emotionen und Praktiken gespeichert sind.

Wenn es nicht den „einen“ Körper gibt, sondern der Körper stets neu in Relation zu etwas entsteht, ist „Körper“ ein offener Prozess, der immer wieder verhandelt werden kann. Wie viele Körper sind wir? Welchen Körpern fühlen wir uns nah, welche produzieren Distanz? Liegt vielleicht in dieser Offenheit und Vielheit von Körper ein zeitgenössischer Entwurf für einen utopischen Körper?

An der Recherche beteiligte Künstlerinnen: Sophie Aigner, Juli Reinartz, Johanna Roggan, Vania Rovisco

Der Frühling ist aufregend!

Liebe Performance – und TanzfreundInnen!

Der Frühling ist aufregend!

Im März feierte meine Produktion HAUS, KEIN HAUS eine tolle Premiere bei K3 auf Kampnagel. Sowohl beim Publikum als auch bei der Presse („Poetische Bilder, die die Fantasie beflügeln“ … „Elegant und rätselhaft“) hatte HAUS, KEIN HAUS großen Erfolg. Direkt im Anschluss ging es dann weiter zum Gastspiel bei unserem Koproduzenten Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt. HAUS, KEIN HAUS ist das Ergebnis meiner 8-monatigen Recherche bei K3 | Tanzplan Hamburg und entstand in Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Janina Arendt, der Soundkünstlerin Katharina Kellermann und der Performerin Maya Weinberg. Am 6. & 7. Juni ist HAUS, KEIN HAUS in der Wachsfabrik in Köln zu sehen!

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HAUS/ Skizze

Aufführungen

5. und 6. Dezember um jeweils 20 Uhr
bei Barnes Crossing in Köln

Mit „HAUS/ Skizze“ gibt die Choreographin Antje Velsinger Einblick in die Ergebnisse der ersten Phase ihrer achtmonatigen Residenz am K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg. Im Rahmen der Residenz untersucht sie das Verhältnis von Bewegung und Stillstand in einer Gegenwart, in der Mobilität wesentliches Ziel und Ideal der Gesellschaft zu sein scheint. Was setzt uns heute in Bewegung? Wann bewegen wir etwas – wann werden wir bewegt? In welchen Formen ist das Bleiben heute noch relevant?

Im Anschluss an die szenischen Entwürfe findet jeweils ein Publikumsgespräch statt, in dem die Künstlerinnen den Arbeitsprozess öffnen.

http://www.barnescrossing.de/programm/einzelansicht/article/05-061214-haus-skizze-von-antje-velsinger.html

Tickets: 10 € / ermäßigt 6 €

Kartenreservierung, Tel.: 02236-963588

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